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Das PMP®-Examen: Qualitätsmanagement in Projekten
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Herausgeber
frontline consulting group
Autor
Eduard Klein
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Kurzbeschreibung
Um bei der PMP®-Prüfung in dem Wissensgebiet „Qualitätsmanagement“ ein gutes Ergebnis zu erzielen, ist eine intensive Vorbereitung erforderlich. Gegenstand der Prüfung sind nämlich nicht nur allgemeine Aspekte des Qualitätsmanagements, sondern insbesondere auch die statistische Qualitätssicherung.
über den Autor
Eduard Klein ist Geschäftsführer der frontline consulting group. Die frontline consulting group gehört zu den führenden deutschen Beratungs- und Weiterbildungsunternehmen mit den Themen Verkauf, Management, Projektmanagement und Kommunikation. Zu den Kunden der frontline consulting group gehören Top-Unternehmen wie Siemens, Continental, Audi AG, Daimler AG, BMW AG, Nokia, Dekra, KPMG, Nestlé, BASF, Bosch, Nikon, Sony, McDonalds, TÜV Süd und viele mehr.
Das Know-how entstand aus der Beobachtung und Begleitung von mehr als 20.000 Fach- und Führungskräften durch praxiserfahrene Trainer. Die expertBooks der frontline consulting group verbinden theoretisches Wissen ganz gezielt mit praxisorientiertem Know-how für die erfolgreiche Umsetzung in der Praxis.
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Das PMP®-Examen: Qualitätsmanagement in ProjektenUm bei der PMP-Prüfung in dem Wissensgebiet „Qualitätsmanagement“ ein gutes Ergebnis zu erzielen, ist eine intensive Vorbereitung erforderlich, denn Sie benötigen dafür detailliertes Fachwissen, z. B. über die Normenreihe ISO 9000 und über Statistik. Gegenstand der Prüfung sind nämlich nicht nur allgemeine Aspekte des Qualitätsmanagements, sondern insbesondere auch die statistische Qualitätssicherung.
Intensive Vorbereitung auf das Wissensgebiet erforderlich
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Grundlagen des Qualitätsmanagements
Qualitätsmanagement ist ein kontinuier- licher Prozess, der großen Einfluss auf das Projektmanagement hat. Im „PMBOK Guide“ wird die Definition des Begriffes Qualität von der ISO (International Organization for Standardization) übernommen: Danach ist Qualität „der Grad, in dem eine Menge inhärenter Merkmale die Anforderungen erfüllt“. Die Qualität ist in einem Projekt von ebenso großer Bedeutung wie Termine, Kosten, Inhalt und Umfang.
Das Qualitätsmanagement hat die Aufgabe, im Projekt sicherzustellen, dass die Projektergebnisse die Bedürfnisse erfüllen, die Anlass des Projektes sind. Dabei geht es nicht darum, mehr als die festgelegten Anforderungen zu erfüllen. Das würde dem Projekterfolg schaden, weil mehr Aufwand betrieben würde, als geplant und gefordert wurde.
Wie Qualität definiert ist
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Wichtig ist auch die begriffliche Unterscheidung von „Klasse“ und „Qualität“. Mit Klasse werden Kategorien oder Ränge bezeichnet, mit denen sich Produkte oder Leistungen unterscheiden lassen, die zwar die gleiche Funktion haben, aber nicht die gleichen Qualitätsanforderungen erfüllen müssen. Ein fiktives Beispiel: Eine Regenjacke der Klasse I muss bspw. nur einem Regenschauer von 20 Minuten standhalten, eine Regenjacke der Klasse IV hingegen darf auch nach sechs Stunden Regen keine Nässe durchlassen.
Die Verantwortung für die Qualität in einem Projekt hat verschiedene Dimensionen:
Klasse vs. Qualität
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Die drei Prozesse des Qualitätsmanagements
Im „PMBOK Guide“ werden drei Prozesse des Qualitätsmanagements definiert: Qualitätsplanung, -sicherung und -lenkung. Wichtig ist, dass Sie die Unterschiede der drei Prozesse genau kennen und verstehen.
Die Qualitätsplanung ist ein Prozess, in dem die Qualitätsanforderungen an das Projekt und das Projektprodukt definiert werden. Außerdem wird festgelegt, wie diese Qualitätsstandards erfüllt werden können und welche Maßnahmen dafür erforderlich sind (z. B. Beurteilung der Lieferanten etc.). – Es handelt sich dabei also um einen Planungsprozess. Die Qualitätssicherung umfasst die Ausführung aller Aktivitäten, die für die Erfüllung der zuvor festgelegten Anforderungen geplant wurden. Die Durchführung von geplanten Maßnahmen wird überprüft, der Prüfvorgang und die
Darin unterscheiden sich Qualitätsplanung,
-sicherung und -lenkung |
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Ergebnisse werden dokumentiert. Ziel ist die Sicherstellung der Produkt- bzw. Leistungsqualität. – Die Qualitätssicherung ist damit ein Ausführungsprozess.
Bei der Qualitätslenkung werden dann die Prüfergebnisse ausgewertet und analysiert, um festzustellen, ob bestimmte Projektergebnisse die erhobenen Qualitätsstandards erfüllen und ob die Maßnahmen der Qualitätssicherung wirksam waren. Bei einem negativen Urteil werden die Ursachen dafür gesucht und Korrekturmaßnahmen festgelegt. Ziel ist die Verbesserung der Prozessqualität. – Hierbei handelt es sich daher um einen Überwachungs- und Steuerungsprozess. PRAXISTIPPDie Übersetzung des englischen Begriffes „quality control“ ist „Qualitäts- lenkung“, nicht „Qualitätskontrolle“. Die englische Bezeichnung für Qualitäts- kontrolle lautet „quality inspection“. |
Qualitätskonzepte und -dimensionen
Um das Qualitätsmanagement zielgerichtet zu gestalten, ist es auch erforderlich, den Qualitätsbegriff zu klären. Sie sollten mit den verschiedenen Qualitätskonzepte und -dimensionen vertraut sein.
Crosby, Deming, Feigenbaum, Ishikawa und Juran
Zielgerichtete Gestaltung des Qualitäts- managements
Das Qualitätsmanagement wurde von der Arbeit verschiedener Einzelpersonen nachhaltig geprägt. Für die PMP-Prüfung sollten Sie die fünf wichtigsten Experten und ihre konzeptionellen Ansätze kennen:
Philip B. Crosby (1926 bis 2001) vertrat das Null-Fehler-Programm („zero defects“) und war der Meinung „Qualität kostet nichts“ („Quality is free“). Seiner Ansicht nach verursacht nicht das Streben nach Qualität zusätzliche Kosten, sondern es entstehen vor allen Dingen dann Kosten,
Die fünf wichtigsten Experten und ihre Ansätze
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wenn Fehler gemacht werden. Zu geringe oder keine Qualität der Produkte/Leistungen erhöhen den Aufwand für Nacharbeiten und verursachen Ausschuss und einen Imageschaden.
W. Edwards Deming (1900 bis 1993) verfolgte das Prinzip der ständigen Verbesserung. Basis seines Konzeptes waren folgende drei Aussagen:
Deming definierte vier Phasen der Prozessverbesserung, die den PDCA- |
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Zyklus, auch Deming-Zyklus genannt, bilden: plan – do – check – act. Außerdem entwickelte er ein 14-Punkte-Programm, das Unternehmen bei der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems anwenden sollten.
Armand V. Feigenbaum (*1922) entwickelte das Konzept der „Total Quality Control“. Seiner Ansicht nach definiert sich Qualität ausschließlich über die Zufriedenheit der Verbraucher. Sein Konzept beschreibt die Abhängigkeit der Qualität von allen Unternehmensfunktionen wie Marketing, Fertigung, Vertrieb etc. Joseph M. Juran (1904 bis 2008) entwarf ein Qualitätskonzept, bei dem der Kunde im Mittelpunkt steht. Qualität war demnach die „Gebrauchstauglichkeit in den Augen des Kunden“ („Fitness for Use“). Karuo Ishikawa (1915 bis 1989) beschrieb das Konzept der „Company-Wide Quality Control“, das alle unternehmensweiten und qualitätsrelevanten Aktivitäten zusammen- |
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fasst, die von sämtlichen Mitarbeitern auf sämtlichen Hierarchiestufen durchgeführt werden.
Weitere Qualitätskonzepte
Für die PMP-Prüfung sollten Sie neben diesen personenbezogenen Konzepten auch die Ansätze und Grundaussagen der gebräuchlichen allgemeinen Qualitäts- konzepte kennen:
Die Normenreihen ISO 9000 und ISO 10000 der International Organization for Standardization definieren verbindliche Normen und Leitfäden zur Beschreibung von Qualitätsmanagementsystemen. Diese Normen beschreiben Rahmenbedingungen, kein detailliertes Qualitätsmanagement- system. – Auch der „PMBOK Guide“ verwendet die ISO-Definitionen. Vorbeugungsmaßnahmen haben das Ziel, Probleme zu vermeiden und Risiken zu
Allgemeine Qualitätskonzepte
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mindern. So wird sichergestellt, dass das festgelegte Qualitätsniveau realisiert wird.
Korrekturmaßnahmen haben das Ziel, bestehende Probleme und aufgedeckte Fehler zu beheben. Das Total Quality Management (TQM) bezieht alle an einem Unternehmen Beteiligten in das Qualitätsmanagement ein und ist somit ein umfassendes System. Das TQM orientiert sich an Prozessen, Kunden und Mitarbeitern. Kaizen ist ein japanischer Begriff, der im Englischen mit „continious improvement“ übersetzt wird, zu Deutsch: kontinuierliche Verbesserung. Darunter ist eine prozessorientierte Denkweise zu verstehen, bei der in kleinen Schritten Verbesserungen erzielt werden. Kaizen ist keine Methode zur Problemlösung. |
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Prozessverbesserungs- und Reifegrad- modelle: Diese Modelle beschreiben, welche Faktoren realisiert werden müssen, damit eine Organisation sich verbessert. Das Capability Maturity Model (CMM) bspw. beurteilt mithilfe von fünf Reifegraden bestimmte Softwareprozesse, um diese zu optimieren. Darauf aufbauend lässt sich das Capability Maturity Model Integration (CMMI) auch allgemein auf Entwicklungsprozesse anwenden. Das Organisational Project Management Maturity Model (OPM3) des PMI ist ein Instrument, um in Organisationen ein organisationsweites Projektmanagement einzuführen und zu bewerten.
Qualitätsmerkmale, die für den Kunden von Bedeutung sind
Beim Qualitätsmanagement geht es nicht um die Erfüllung irgendwelcher fiktiven Qualitätsanforderung, sondern letztlich darum, den Kunden zufriedenzustellen. Für den Kunden spielen folgende Aspekte der Qualität eine wichtige Rolle:
Bedürfnisse des Kunden befriedigen
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Der Qualitätsmanagementplan
Der Qualitätsmanagementplan ist Bestandteil des Projektmanagementplanes oder ein Teilplan davon und legt fest, wie das Qualitätsmanagement im Projekt organisiert und umgesetzt wird. Je nach Vorgaben durch die Organisation und nach Art und Größe des Projektes können der Umfang und die konkrete Gestaltung des
Organisation und Umsetzung des Qualitäts- managements
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Plans variieren. Der Qualitäts- managementplan kann detailliert und formell oder kurz und informell sein.
PRAXISTIPPVergegenwärtigen Sie sich den Unterschied zwischen Qualitätsmanagementplan und Qualitätssicherungsplan. Bei Letzerem wird festgelegt, welche produkt- bezogenen Merkmale wann und von wem überprüft werden. Dieser Plan ist also Bestandteil des Qualitäts- managementplans. |
Prüfungen im Rahmen der Qualitätssicherung
Bei Prüfungen im Rahmen der Qualitätssicherung werden bestimmte Merkmale von Produkten oder Leistungen untersucht, um diese Merkmale mit den definierten Forderungen zu vergleichen und festzustellen, ob Übereinstimmung besteht. Diese Prüfungen haben oft spezielle Namen, je nach Unternehmen oder Anwendungsbereich (Abnahmetest, Endkontrolle etc.).
Das Audit ist eine besondere Variante der Überprüfung und unterliegt international gültigen Normen. Beim Audit wird ein Abgleich zwischen Ist- und vorgegebenem Sollzustand gemacht, das Ziel ist die Aufdeckung von Verbesserungspotenzial (nicht die Beschuldigung von Verant- wortlichen). Der entsprechende Sollzustand wurde zuvor im Projektmanagementplan oder in Spezifikationen definiert. Der Istzustand wird durch Qualitätsaufzeichnun-
Merkmale mit definierten Forderungen vergleichen
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gen dokumentiert. Es gibt Produkt-, Verfahrens- und Systemaudits.
Qualitätsbezogene Kosten
Die Kosten, die bei der Erfüllung der definierten Qualitätsanforderungen anfallen, und die Verluste, die durch Nichterreichen der geforderten Qualität entstehen, sind qualitätsbezogene Kosten (so bezeichnet in der deutschen DIN 8402).
Die Einteilung der qualitätsbezogenen Kosten erfolgt in der Praxis auf zwei verschiedene Arten. Beide Arten sind etabliert und werden in der Praxis eingesetzt, Sie sollten sie für die PMP-Prüfung also kennen:
Kosten, die vor allem durch Qualitätsforderungen verursacht sind
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Statistik im Qualitäts- management
Bei der Vorbereitung auf die PMP-Prüfung wird die Statistik gern vernachlässigt, denn sie ist ein eher unbeliebtes Thema. Frischen Sie unbedingt Ihr Grundlagenwissen auf und befassen Sie sich darüber hinaus mit folgenden Begriffen:
Statistik-Begriffe, die Sie kennen sollten
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Statistische Prozesskontrolle
Wenn Prozesse mithilfe von sogenannten Qualitätsregelkarten (QRK) gesteuert werden, spricht man von statistischer Prozesskontrolle. QRKs sind grafische
Unregelmäßigkeiten erkennen und dagegen vorgehen
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Hilfsmittel, in die statistische Größen eingetragen werden, sodass Unregelmäßigkeiten erkannt und bei Über- bzw. Unterschreiten von vorher festgelegten Eingriffsgrenzen entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Warngrenzen, die jeweils kurz vor den Eingriffsgrenzen liegen, zeigen an, bei welchen auftretenden Werten eine zweite Stichprobe genommen werden muss.
Das Ziel dieser Kontrolle ist es, beherrschte und fähige Prozesse herzustellen:
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Werkzeuge und Methoden des Qualitätsmanagements
Für die PMP-Prüfung sollten Sie die Werkzeuge und Methoden des Qualitätsmanagements sowie ihre Einsatzmöglichkeiten kennen.
Standardwerkzeuge
Vielfältige Einsatz- möglichkeiten
Die „Sieben Qualitätswerkzeuge“ von Ishikawa gelten als Standard im Qualitätsmanagement und dienen der Visualisierung und dem Verständnis von Sachverhalten und der Entwicklung entsprechender Lösungen.
Kosten minimieren durch Verbesserung der Abläufe und gezieltes Lösen von Problemen
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Weitere Werkzeuge und Methoden
Neben diesen sieben Standardwerkzeugen gibt es weitere Werkzeuge und Methoden, die Sie für die PMP-Prüfung kennen sollten:
Prüfungsrelevante Werkzeuge und Methoden
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PRAXISTIPP Für die PMP-Prüfung sind keine tiefer gehenden Kenntnisse über Werkzeuge und Methoden des Qualitätsmanagements erforderlich; Sie sollten jedoch wissen, welche Instrumente es gibt und wo sie zum Einsatz kommen. Eine exakte und einheitliche Übersetzung der englischsprachigen Begriffe aus dem PMBOK Guide finden Sie im Project Management Dictionary unter dem Link Project Management Dictionary. |
über das Produkt
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