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Persönlichkeitstest – Theoretische Grundlagen
Preis: 6,90 €Persönlichkeitstest – Theoretische Grundlagen
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Herausgeber
frontline consulting group
Autor
Eduard Klein
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Kurzbeschreibung
Die Persönlichkeit eines Bewerbers ist neben seinen Qualifikationen und Erfahrungen zu einem ausschlaggebenden Kriterium bei der Personalauswahl geworden. Um bestimmte Persönlichkeitsmerkmale zu erfassen und zu beurteilen, ob diese den Anforderungen der zu besetzenden Position entsprechen, werden in der Praxis immer öfter Persönlichkeitstests eingesetzt.
über den Autor
Eduard Klein ist Geschäftsführer der frontline consulting group. Die frontline consulting group gehört zu den führenden deutschen Beratungs- und Weiterbildungsunternehmen mit den Themen Verkauf, Management, Projektmanagement und Kommunikation. Zu den Kunden der frontline consulting group gehören Top-Unternehmen wie Siemens, Continental, Audi AG, Daimler AG, BMW AG, Nokia, Dekra, KPMG, Nestlé, BASF, Bosch, Nikon, Sony, McDonalds, TÜV Süd und viele mehr.
Das Know-how entstand aus der Beobachtung und Begleitung von mehr als 20.000 Fach- und Führungskräften durch praxiserfahrene Trainer. Die expertBooks der frontline consulting group verbinden theoretisches Wissen ganz gezielt mit praxisorientiertem Know-how für die erfolgreiche Umsetzung in der Praxis.
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Persönlichkeitstest – Theoretische GrundlagenBei der Personalauswahl werden Persönlichkeitstests eingesetzt, um herauszufinden, ob die Persönlichkeitsmerkmale eines Bewerbers den Anforderungen der zu besetzenden Stelle entsprechen. Denn vielfach wird davon ausgegangen, dass diese Übereinstimmung der Schlüssel ist für die – auch langfristig – erfolgreiche Besetzung einer Position.
Solche Persönlichkeitstests orientieren sich an persönlichkeitstheoretischen Grundmo- Die Persönlichkeit gibt den Ausschlag bei der Bewerberauswahl |
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dellen, die das menschliche Verhalten und die Struktur der Persönlichkeit modellhaft abzubilden versuchen. Die meisten Tests stützen sich auf bestimmte menschliche Wesensaspekte (wie Verhalten, Werte, Motive, Gewohnheiten, Denk- und Lernstile etc.), mit deren Hilfe sie versuchen, die Persönlichkeit eines Menschen zu erfassen und zu beschreiben.
Modelle zur Beschreibung der PersönlichkeitDie Persönlichkeitsmodelle, auf die sich Persönlichkeitstests häufig beziehen, lassen sich in sieben Kategorien einteilen:1. TypenlehreTypenlehren gehen davon aus, dass Menschen mit bestimmten dominierenden Anlagen ausgestattet sind, anhand derer sie |
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sich voneinander unterscheiden lassen. Da diese Annahme eine schnelle Zuordnung einzelner Menschen zu bestimmten Typen erlaubt, werden Typologien gern und häufig für die Persönlichkeitsbeschreibung herangezogen. Zu den Typenlehren gehören z. B.: Die vier Temperamente: Diese Typenlehre ist eine der bekanntesten und beschreibt vier Grundpersönlichkeiten: Choleriker, Melancholiker, Phlegmatiker, Sanguiniker. Entwickelt wurde sie in der Antike von den Ärzten Galenos von Pergamon und Hippokrates von Kós. Extraversion – Introversion nach C. G. Jung: Carl Gustav Jung stellt in seinem typologischen Modell das Verhältnis des Menschen zu sich selbst und zu seiner Umwelt ins Zentrum der Betrachtung. Die Typen Introversion und Extraversion beschreiben dabei das zweipolige Grundverhältnis. Extravertierte Persön- lichkeiten orientieren sich in ihrem Denken und Handeln vorwiegend nach außen, an |
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ihrer Umwelt und ihren Mitmenschen. Introvertierte Persönlichkeiten beziehen sich hingegen vorwiegend auf die eigene Person. Diese Typen kombiniert Jung jeweils mit den vier Grundfunktionen der Psyche (Denken, Fühlen, Empfinden und Intuieren), woraus sich acht Variationen der Persönlichkeit mit bestimmten Charakteristiken ergeben. Das Persönlichkeitsmodell von Hans Eysenck: Der Persönlichkeitspsychologe Hans Eysenck hat auf Basis der Zusammenführung der vier Temperamente mit der Persönlichkeitsdimension „Extraversion – Introversion“ von C. G. Jung einen Persönlichkeitszirkel entwickelt und daraus ein Modell abgeleitet, bei dem die Persönlichkeit hierarchisch strukturiert ist. Die oberste Stufe ist der Typus, der mehrere fundamentale Eigenschaften und Grundeinstellungen eines Menschen vereint. Die zweite Stufe sind die Eigenschaften, die die verschiedenen Persönlichkeitszüge eines Menschen darstellen. Die habituellen Reaktionen bilden die dritte Stufe und |
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umfassen oft wiederholte Reaktionen wie z. B. Hobbys. Auf der vierten und untersten Stufe stehen die speziellen Reaktionen, die spontan und wechselnd auftreten und keine allgemeinen Tendenzen zeigen. Typologie nach E. Spranger: Eduard Spranger stützt seine Typologie auf die Gliederung der menschlichen Kultur in sechs Bereiche, der jeweils eine Lebensform zugeordnet wird: Wissenschaft – theoretischer Mensch; Wirtschaft – ökonomischer Mensch; Kunst – ästhetischer Mensch; Politik – politischer Mensch; Gemeinschaftsleben – sozialer Mensch; Religion – religiöser Mensch. Das Grundverhalten eines Menschen wird von einem dieser Wesensaspekte vorrangig geprägt. In der Realität treten häufig Kombinationen der Typen auf. Konstitutionspsychologie: Ernst Kretschmer legt seiner Typologie den Körperbau eines Menschen zugrunde. Er unterscheidet drei Typen: Der Pykniker (gedrungener Körperbau und Neigung zum |
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Fettansatz) erscheint als gutmütiger, geselliger, lebhafter oder auch stiller und weicher Mensch. Der Leptosom ist mager und flachbrüstig gebaut und zeigt sich empfindlich, kompliziert und sprunghaft. Der Athletiker hat einen kräftigen Körperbau und tritt heiter, entschlossen und aktiv auf.
2. EigenschaftstheorieDie Eigenschaftstheorie geht davon aus, dass Menschen persönliche Eigenschaften haben, die zeitlich stabil sind und auch in unterschiedlichen Situationen Bestand haben, sodass sich die Persönlichkeit mithilfe von bestimmten Grundmerkmalen (in jeweils individueller Ausprägung) beschreiben lassen. Die entsprechenden Eigenschaften werden oft auf drei Hierarchiestufen aufgeteilt: fundamentale, zentrale und sekundäre Eigenschaften. In diesem Zusammenhang wurden auch bestimmte Führungseigenschaften ermittelt, wovon sich fünfzehn Eigenschaften als
Persönlichkeit anhand von Grundmerkmalen beschreiben |
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gängig etabliert haben (z. B. Intelligenz, Zuverlässigkeit, Ausdauer, Sachkenntnis, Beliebtheit, Wortgewandtheit etc.). 3. Dynamische TheorienSigmund Freuds Persönlichkeitsmodell ist die Basis der meisten dynamischen Theorien. Er teilt die menschliche Psyche in drei Instanzen ein: das „Es“, das „Ich“ und das „Über-Ich“. Diese drei Instanzen sind nun jedoch nicht streng voneinander abgegrenzt, sondern können sich gegenseitig durchdringen und miteinander in Konflikt geraten, sie stehen so in dynamischer Verbindung miteinander.Das „Es“ beschreibt all das, was der Mensch von Geburt an mit sich trägt, das sogenannte System der primären Motive und Triebe. Diese Instanz bildet das triebhafte, unbewusste Element der Psyche und handelt ausschließlich nach dem Lustprinzip. Das „Es“ folgt dem Drang, die |
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Grundbedürfnisse (wie Hunger, Sexualtrieb etc.) sofort zu befriedigen. Das „Über-Ich“ ist die Instanz, in der die gesellschaftlichen und elterlichen Normen, Ver- und Gebote, Rollenvorgaben etc. zum Tragen kommen. Diese Instanz gibt dem „Ich“ Anordnungen, lobt oder bestraft das „Ich“, das an den verinnerlichten Normen gemessen wird. Das „Über-Ich“ tritt als das Gewissen eines Menschen auf. Das „Ich“ vermittelt zwischen den triebhaften Forderungen des „Es“, den Normen des „Über-Ichs“ und den realen Gegebenheiten. Das „Ich“ stellt die vernünftige und selbstkritische Instanz dar und reguliert die Triebe. Es stellt einen Ausgleich her zwischen den verschiedenen Ansprüchen der Instanzen und sucht nach rationalen Lösungen, mit denen der Lustgewinn und die Unlustvermeidung ausgeglichen werden. |
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Das Dynamische dieser Theorie entsteht aus dem anhaltenden Konflikt zwischen den Ansprüchen und Forderungen des „Es“ und des „Über-Ichs“. Das „Ich“ greift zu verschiedenen Abwehrmechanismen (wie z. B. Verdrängung, Verschiebung, Projektion), die zu Einschränkungen des „Es“ führen. Die Triebe werden dadurch jedoch nicht eliminiert, sondern nur blockiert, was nach Freud – bei übertriebenem Einsatz der Abwehrmechanismen – zu Neurosen führen kann. 4. LerntheorieDie Lerntheorie ist auch bekannt unter den Namen „Behaviorismus“, „kognitive Theorie“ oder „mechanistische Theorie“. Sie widmet sich dem Einfluss von Umweltreizen auf die Entwicklung der Persönlichkeit. Lernvorgänge auf Grundlage von Reiz und Reaktion bestimmen – neben den Trieben und Motiven – das menschliche Verhalten. Bekanntestes Beispiel ist die |
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Konditionierung der pawlowschen Hunde, bei der nach einem Lernprozess ein bestimmter Reiz (das Läuten einer Glocke) zu einer bestimmten Reaktion (Speichelfluss) führt.
5. Sozialpsychologische TheorienDie Sozialpsychologie untersucht, wie sich soziale Interaktionen auf Gedanken, Gefühle und das Verhalten eines Menschen auswirken. Als Persönlichkeitsmodelle sind insbesondere die Feldtheorie von Kurt Lewins und die Gruppentheorie von Bedeutung.
Kurt Lewins Feldtheorie geht davon aus, dass das menschliche Verhalten durch die Bedingungen des Lebensraums – des (Um- oder Kraft-)Feldes – bestimmt wird. Die Situation, in der ein Mensch existiert und agiert, wird von Lewin als Kraftfeld bezeichnet (in Anlehnung an die Ansätze für das Erfassen menschlichen Verhaltens |
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Begrifflichkeit aus der Physik zur Beschreibung der Kraftlinien von Magneten). In diesem Kraftfeld wirken diverse Objekte anziehend oder abstoßend auf den Menschen. Das Verhalten eines Menschen wird danach von Persönlichkeits- und Umgebungsfaktoren bestimmt.
Die Gruppentheorie beschreibt die Wirkung einer Gruppe auf das Verhalten ihrer Mitglieder. Jeder Mensch, der Teil einer Gruppe (Familie, Unternehmen, Verein, Modeszene etc.) ist, wird immer auch von den Wertvorstellungen dieser Gruppe beeinflusst und strebt in gewissem Maße ein gruppenkonformes Verhalten hat. Gleichzeitig beeinflusst auch jedes einzelne Gruppenmitglied die Gruppenmeinung. 6. Statistische TheorienStatistische Ansätze versuchen, die Persönlichkeit auf dem Weg von Messungen und Quantifizierungen zu
Grundlegende Eigenschaften messen statt beschreiben |
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erfassen. Als „Messwerkzeuge“ werden Fragebögen, Tests und Analysen eingesetzt. Eine grundlegende Methode ist die Faktorenanalyse. Dabei wird versucht, bestimmte erhobene Daten über eine Person (z. B. die Resultate eines Persönlichkeitstests) auf gemeinsame Faktoren zurückzuführen, die Ausdruck von bestimmten Eigenschaften sind. Die vielfältigen und zahlreichen Aspekte und Merkmale einer Person werden so systematisiert und auf ihre Ursachen zurückgeführt. 7. Humanistische TheorienDie humanistische – auch phänomenologische – Psychologie betrachtet die Persönlichkeit ganzheitlich und geht davon aus, dass der Mensch mehr ist als die Summe seiner Teile. Sie berücksichtigt die zwischenmenschlichen Beziehungen, in denen die Menschen leben, |
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sowie das bewusste Leben, die Wahrnehmung und die Selbstbestimmung des Menschen. Es bleibt dabei jedoch die Einschränkung, dass die Natur des Menschen nie vollkommen bestimmt werden kann.
Persönlichkeiten erkennen – Tests in der PersonalauswahlDie beschriebenen Modelle sind Grundlagen vieler verschiedener Leistungs- und Persönlichkeitstests sowie Auswahlmethoden, die in der Praxis der Personalauswahl zum Einsatz kommen. Dabei werden häufig bestimmte Teilaspekte der Persönlichkeit (wie Intelligenz, Geschicklichkeit, Konzentrationsfähigkeit etc.) unter die Lupe genommen.
Konzentration auf Teilaspekte |
Arten von PersönlichkeitstestsEine erste Einteilung der zahlreichen verschiedenen Tests erfolgt in Leistungstest und Persönlichkeitstest. Bei Letzterem wird in der Regel das typische Verhalten eines Menschen erfasst, beim Leistungstest hingegen wird das maximale Verhalten in einer bestimmten Situation gemessen. Dabei werden zum Beispiel die Intelligenz, die Belastungsfähigkeit, das Wissen, die Sprache oder spezielle Funktionen wie z. B. die motorische Geschicklichkeit getestet.
Persönlichkeitstests lassen sich weiter aufteilen in allgemeine Persönlichkeitstests, die das typische Verhalten betrachten, und spezifische Tests, die spezifische Persönlichkeitsmerkmale oder Kompetenzen erfassen. Des Weiteren gibt es in dieser Kategorie noch Einstellungs-, Interessen und Motivationstests. Typisches oder maximales Verhalten erfassen |
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Eine weitere Unterscheidung der Persönlichkeitstests erfolgt in objektive Tests (direktes Verfahren) und projektive Tests (indirektes Verfahren). Bei objektiven Tests gibt es feste Vorgaben und Regeln, nach denen der Test durchgeführt wird. Einflüsse durch Interpretationen der auswertenden Personen werden weitestgehend minimiert, um ein möglichst objektives Ergebnis zu erzielen. In der Regel wird der Test mithilfe eines Fragebogens ausgeführt, bei dem der Befragte antwortet, indem er die am meisten oder am wenigsten zutreffende Antwort markiert oder auf einer festgelegten Skala gewichtet. Projektive Tests gehen anders vor: Hier werden den Kandidaten Vorlagen wie Muster, Bilder, Geschichten gezeigt, um Antworten und Assoziationen zu wecken, in denen der Kandidat seine eigene Deutung, Gefühlslage, seine Erwartungen oder Erfahrungen einbringt. Die Vorlagen lassen ganz absichtlich verschiedene Deutungen zu. Die Ergebnisse werden von Experten ausgelegt und analysiert, weshalb natürlich |
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keine absolute Objektivität gegeben ist. – Bekanntes Beispiel für projektive Tests ist der Rorschachtest.
Die Aussagekraft von PersönlichkeitstestsNeben der ethischen Frage nach der Zulässigkeit solch tiefer Einsichten in die Persönlichkeit eines Menschen stellt sich auch die Frage nach der Leistungsfähigkeit dieser Tests. Können sie Personalentscheidungen wirklich objektivieren und vor Fehlentscheidungen schützen?
Grundsätzlich ist zu sagen, dass es nicht möglich ist, mithilfe von Persönlichkeitstests ein ganzheitliches und allumfassendes Bild einer Person zu erhalten, weshalb sich die Tests auch jeweils auf die Erfassung und Analyse einiger ausgewählter Persönlichkeitsmerkmale beschränken und sich auf bestimmte Schwerpunkte (z. B. Beschränkung auf Analyse einzelner Persönlichkeits- merkmale |
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Kommunikation, Konfliktlösung, Kreativität, Geschicklichkeit etc.) konzentrieren. Das Ergebnis bildet daher stets nur Ausschnitte der Persönlichkeit. Wichtig ist auch, sich bewusst zu machen, dass die Testergebnisse immer nur Vergleichswerte sind, die in Relation zu ermittelten Norm- bzw. Durchschnittswerten gesetzt werden.
Nichtsdestotrotz haben solche Tests natürlich den Anspruch (den sie laut ihrer Befürworter auch erfüllen), objektive und vergleichbare Ergebnisse zu liefern, mit deren Hilfe sich die Eignung eines Kandidaten zuverlässig feststellen lässt. Die Interpretation der Ergebnisse erfolgt schließlich auch nicht beliebig, sondern folgt klaren Normen.
Die Grenzen der AussagekraftInterpretation verläuft nach klaren Normen
Es bleibt jedoch die Gefahr, dass die Tests in erster Linie das Selbstbild eines Kandidaten abbilden und nicht seine
Selbsteinschätzung statt objektive Kompetenzen |
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tatsächlichen Potenziale und Kompetenzen. Denn die meisten Persönlichkeitstests stützen sich auf Selbsteinschätzungen der Getesteten, in denen sie zum Beispiel Aussagen über ihre Persönlichkeit als mehr oder weniger zutreffend beurteilen müssen.
Außerdem lässt sich kaum absichern, dass die Kandidaten aufrichtig antworten. In Persönlichkeitstests ist es durchaus möglich, dass der Bewerber seine Antworten absichtlich so gestaltet, dass sie auf die gewünschten Eigenschaften hindeuten. Wenn er durchschaut, mit welcher Intention eine Frage gestellt wird, hat er die Möglichkeit, seine Antworten dahingehend zu steuern.
Und nicht zuletzt stellt sich die Frage, ob bestimmte Persönlichkeitsmerkmale überhaupt objektiv erfasst werden können oder ob nicht das, was eine Persönlichkeit ausmacht, also das eigentlich Subjektive, auf diesem Wege ohnehin nicht zu ermitteln ist. Gefahr der Manipulation durch den Bewerber |
Allgemeine Qualitätsmerkmale von PersönlichkeitstestsDamit ein Test hohen Qualitätsansprüchen genügt und brauchbare, überprüfbare Ergebnisse liefert, sollte er folgende Kriterien erfüllen:
Objektivität: Die Bedingungen für die Testdurchführung und -auswertung müssen klar definiert sein, dürfen nicht verändert werden und stehen in keinerlei Abhängigkeit zum Testanwender oder zur auswertenden Person. Das Testverfahren muss standardisiert sein, damit bei gleichen Testpersonen gleiche Ergebnisse erzielt oder reproduziert werden können. Objektivität bezieht sich dabei auf drei Aspekte des Tests: Durchführungs- objektivität ist gegeben, wenn das Verhalten des Testleiters das Verhalten des Getesteten nicht beeinflusst und die Ergebnisse ein und derselben Person auch bei unterschiedlichen Testleitern gleich sind. Auswertungsobjektivität bedeutet, dass Qualitäts- anforderungen einhalten |
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gleiche Verhaltensweisen des Getesteten stets gleich ausgewertet werden. Interpretationsobjektivität ist gegebenen, wenn die Testergebnisse unabhängig von der auswertenden Person zustande kommen, sodass auch verschiedene Tester bei gleicher Ausgangslage zum selben Ergebnis kommen. Gültigkeit (Validität): Ein Test verfügt über ein hohes Maß an Gültigkeit, wenn mit dem Test genau das Merkmal erfasst und gemessen wird, was beabsichtigt ist. Eine hohe Validität ergibt sich nur bei hoher Objektivität und hoher Zuverlässigkeit eines Tests. Die Zuverlässigkeit beschreibt die Genauigkeit, mit der ein Merkmal erfasst und gemessen wird. Bei einer hohen Zuverlässigkeit wird der Einfluss von Zufallsschwankungen und Umweltbedingungen minimiert. Normierung: Testergebnisse erhalten ihre Aussagekraft erst durch Vergleichswerte von einer ausreichend großen Anzahl anderer Personen. Zu diesem Zweck |
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werden Tests normiert bzw. geeicht. Die dabei erhaltenen Normwerte dienen dann als Vergleichswerte für aktuelle Testergebnisse und ermöglichen so eine aussagekräftige Interpretation. |
über das Produkt
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